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Was ein modernes Omnikanal-Banking können muss!

Überzeugende Omnikanal-Konzepte werden zu einer Selbstverständlichkeit aus Sicht der Kunden.

„Deutschlands Hausbanken droht das Schicksal von Grundversorgern: Während sie Basisdienste bereitstellen, konkurrieren digitale Branchenvorreiter und neue Anbieter um margenstarke Produkte. Mit überzeugenden Omnikanal-Konzepten können Filialbanken der Bedrohung begegnen.
Ein Bankkunde prüft morgens auf dem Smartphone seinen Kontostand, sieht eine falsche Abbuchung und ruft beim Kontaktcenter an. Im Rahmen des Telefonats vereinbart er gleich noch einen schon lange aufgeschobenen Beratungstermin zum Thema Altersvorsorge in seiner Filiale. Nach diesem Gespräch am frühen Abend checkt er zu Hause am Laptop, ob der Berater seinen Sparplan wie besprochen umgestellt hat.

Das Beispiel zeigt: Online- und Mobile-Banking sind ebenso wie Filialen oder Kontaktcenter für Bankkunden inzwischen die üblichen Zugangswege zu ihrem Konto. Entsprechend haben die Kreditinstitute keine andere Wahl, als dieser Erwartungshaltung im Vertrieb und allen damit zusammenhängenden Prozessen Rechnung zu tragen. Es reicht nicht mehr aus, lediglich in dem einen oder anderen Kanal mit guter Leistung zu punkten. Die Zukunft gehört Omnikanal-Konzepten – und damit einer kundenorientierten Vernetzung sämtlicher Vertriebskanäle.“

So begann ein Fachbeitrag von DR. MARKUS BERGMANN (er ist Partner bei Bain & Company in München) am 24. November 2017 im „Bank Blog“

Nach unserer Überzeugung muss es künftig gelingen, dass in allen Vertriebskanälen (bzw. auch über die einzelnen Kundensegmente hinweg) mit den gleichen Beratungstools bzw. der gleichen Plattform gearbeitet wird.

Das hat zur Folge, dass in einem „persönlichen Gespräch“ oder auch in einer „persönlich-digitalen Beratung“ (bspw. in einer Online-Beratung mit Desktop-Sharing) die gleichen Tools, der gleiche Aufbau und die gleichen Berechnungen stattfinden, wie auch in dem rein „digitalen Kanal“, wenn sich der Kunde im Internet informiert bzw. selbst berät. Das ist eine zentrale Herausforderung für erfolgreiche Omnikanal-Konzepte, die heute nur ganz wenige Banken erfolgreich und erlebbar umgesetzt haben.

Sowohl für das Kundenerlebnis als auch für die Prozessqualität ist es nicht wirklich erfolgsversprechend, wenn bspw. in der „persönlich-digitalen Beratung“ mit einer Power Point-Präsentation gearbeitet wird. Eine durchgängige Omnikanal-Strategie darf solche Medienbrüche nicht akzeptieren, da sie der Kunden auch nicht gutheißen wird.

Die Steigerung dessen ist es, wenn diese Prozesse auch in beliebiger Art und Weise „arbeitsteilig“ umgesetzt werden können. In der Praxis wäre es wünschenswert, wenn ein Kunde im Rahmen einer Terminbestätigung einen Link erhält, auf den er im Vorfeld klicken kann, um mit einem Zeitinvestment von ca. 5 Minuten, erste Daten für die anschließende Beratung zu aktualisieren bzw. zu erfassen. Auf Basis der erfassten Daten schließt sich dann die Beratung an, die genau dort im Prozess fortgeführt wird, wo der Kunde mit seiner Datenerfassung geendet hat. Nach dieser Beratung bekommt der Kunde den Status online übermittelt (bspw. auch in sein elektronisches Postfach) und kann im Nachgang bspw. die Steuer-ID und/oder die Versicherungsscheine o.ä. zu Hause einscannen und an den Berater zurückspielen, damit diese in der Beratungssession für weitere Gespräche vorhanden sind bzw. im Rahmen von Angebotsberechnungen berücksichtigt werden können.

Dies ist die Ausbaustufe der durchgängigen Erlebniswelten auf Basis gleicher Daten- und Berechnungsbasis bzw. gleicher Prozesse. Dieser arbeitsteiligen Welt gehört die Zukunft der Interaktion und dies über verschiedene Kanäle hinweg.

Aktuell haben wir auch als einziger Anbieter eine Lösung für die „persönlich-digitale Beratung“ im KundenDialogCenter (KDC), für die der Kunde weder ein Handbuch lesen noch eine Installation von Fremdsoftware vornehmen muss. Die macht erstmals auch die Umsetzung von „persönlich-digitalen Beratungen“ in den Filialen bzw. durch die Filialmitarbeiter möglich.

Haben Sie Fragen zur erfolgreichen Umsetzung mit FinGOAL!?
Sprechen Sie uns gern an!

 

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Baufinanzierung – Schnelligkeit und Exzellenz als Erfolgsfaktoren!

In dem aktuellen Beitrag „Schnelligkeit als Erfolgsfaktor in der Baufinanzierung“ vom 27.02.2019 auf dem Bank Blog war folgendes zu lesen:

„In fünf Schritten den Baufinanzierungsprozess digitalisieren (von Dr. Matthias Sattler)
Wer zuerst kommt, mahlt zuerst – das gilt auch für den Immobilienkauf. Damit dieser nicht an der Finanzierung scheitert, ist Schnelligkeit bei der Kreditvergabe gefragt. „Time to credit“ wird damit zum entscheidenden KPI für die Kreditinstitute.“

Die Baufinanzierung ist für viele Filialbanken ein zentrales Geschäftsfeld im Privatkundensegment, da es sowohl ein ertragsstarkes Produkt ist als es auch zahlreiche Cross-Selling-Chancen bietet, die im Rahmen einer Baufinanzierung auf der Hand liegen.

Dazu  zählen neben dem Girokonto auch die zahlreichen Versicherungen und Instandhaltungsrücklagen (z.B. in Form eines Bausparvertrages), um nur die naheliegendsten zu nennen.

Aus unseren Projekterfahrungen sehen wir aktuell folgende Handlungsoptionen für Sparkassen, VR-Banken und andere Filialbanken:

  1. Entwicklung einer Online-Finanzierungszusage für Kunden und Interessenten (als Weiterentwicklung aktueller, speicherflüchtiger Finanzierungsrechner).
  2. Effizienzsteigerung in dem Erstgespräch: sowohl Zeitersparnis durch einen maßgeschneiderten Beratungsprozess als auch mehr Themen als bisher im Erstgespräch behandeln zu können.
  3. Alleinstellungsmerkmale durch einen papierlosen Prozess entwickeln, da viele Kunden von der „Papierflut“ überrascht und selten angetan sind.
  4. Innovative und emotionale Gesprächsführung durch einen Online-Prozess, der gemeinsam bspw. an einem Touch-Board durchgeführt werden kann.
  5. Konzeption von weiteren Dienstleitungen und Services rund um die „Finanzierung“ bzw. „Immobilie“, um die Kundenbindung zu stärken bzw. die Deckungsbeiträge pro Kunden deutlich zu erhöhen.

 

Generell gilt es auch in diesem Themenkomplex die handwerklichen Chancen zu nutzen, die sich den Kreditinstituten bieten. Gerade auch das sog. „Onboarding“ kann relativ einfach verbessert werden und Online-Terminvereinbarungen sollten mindestens so kundenfreundlich umgesetzt sein, wie man das heute von den Top- bzw. Leading Hotels gewohnt ist.

Auch dort können nicht selten (bspw. nach dem Erstkontakt via Telefon) über eine Landingpage das Zimmer und die Leistungspakete ausgewählt und anschließend die Reservierung mit 2-3 Kundenangaben in unter 60 Sekunden abgeschlossen werden.

Eine anschließende Kundenreise (mit einem „After-Sales-Drehbuch) rundet den exzellenten Ersteindruck ab und macht Lust auf mehr. Das kann und muss doch auch in Banken gelingen (können)!

Da diese Projekte immer sehr individuell sind, stehen wir Ihnen für ein persönliches Gespräch jederzeit sehr gern zur Verfügung. Ein Erstgespräch kann auch kurzfristig als GoToMeeting stattfinden.

Sprechen Sie uns gern an!

Besuchen Sie uns auch unseren Produktbereich „Baufinanzierungslösung“

 

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Projektbericht der Volksbank Karlsruhe eG

Bitte finden Sie beigefügt aus der neuen Serie „Projektberichte“ den entsprechenden Beitrag nach Einführung von FinGOAL! für die Privatkundenberatung der Volksbank Karlsruhe eG.

Dort finden Sie – von der Beschreibung der Ausgangssituation über die Motivation und der detaillierten Vorgehensweise im Projekt bis hin zu den aktuellen Erfolgen – die Highlights im Rahmen der „FinGOAL!-Einführung“ zusammengefasst.

Bei Interesse können Sie den dort aufgeführten Ansprechpartner auch gern direkt kontaktieren.

Projektbericht_FinGOAL_Volksbank Karlsruhe eG

 

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DSGVO – Grundsätze in Bezug auf die Verarbeitung personenbezogener Daten sprechen eine deutliche Sprache in Richtung „FinGOAL!“

Unser Ansatz, dass wir nur die Kundendaten in dem Beratungsprozess erfragen, die wir für die Finanzanalyse benötigen und somit vom Ergebnis herdenken, deckt sich mit der Forderung nach „Datenminimierung“, wie es die neue Datenschutzgrundverordnung vorsieht, die bereits im Juni 2018 in Kraft getreten ist.

Das bedeutet:
„Personenbezogene Daten müssen u.a. dem Zweck angemessen und erheblich sowie auf das für die Zwecke der Verarbeitung notwendige Maß beschränkt sein („Grundsatz der Datenminimierung)“

Lesen Sie hierzu auch unseren Fachbeitrag:
Amazon-Prinzip bei FinGOAL!: die Revolution der Beratungsprozesse im Retail-Banking #FinGOAL!

Finden Sie hierzu auch den Fachbeitrag „CRM der Zukunft“:
Wie kann das Amazon-Prinzip auf die Finanzdienstleistungsbranche übertragen werden?

Wenn Sie zu diesem Thema Fragen haben? Sprechen Sie uns gern an!

 

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Kunden wünschen sich exzellente Beratungsprozesse – QIDF-Studie: Das erwarten Kunden von der Filialbank der Zukunft

Repräsentative Studie mit 1.010 Befragten untersucht, wie Filialbanken Kunden gewinnen können.
Die Deutschen sind in Gelddingen konservativ, von der Vorliebe für das Bargeld bis zur Altersvorsorge per Sparbuch. Eigentlich. Wenn Technologien praktisch und vertrauenswürdig sind, steigt die Bereitschaft, sich bei Finanzdienstleistungen auf Innovationen einzulassen. Eine neue Studie untersucht, wie gut Filialbanken aktuell die Bedürfnisse ihrer Kunden bedienen und wie die Anforderungen an die Filiale der Zukunft aussehen.

Die Gesellschaft für Qualitätsentwicklung in der Finanzberatung (QIDF) und das Marktforschungsinstitut SPLENDID RESEARCH haben im Januar 2019 im Rahmen einer repräsentativen Umfrage 1.010 deutsche Filialbankkunden zwischen 18 und 69 Jahren online zu ihren Erfahrungen mit Finanzdienstleistungen befragt. Untersucht wurden die Bankbiografie der Teilnehmer, die Erwartung an Bankfilialen und -berater, die Beurteilung von Beratungsgesprächen sowie die Nutzung und Akzeptanz bestimmter Kommunikationskanäle.

Dabei waren folgende Aussagen besonders interessant:

  • Fast 100 Prozent (98%) erwarten von ihrem (persönlichen) Bankberater exzellente Sach- und Fachkompetenz – gepaart mit guter Erreichbarkeit (96%).
  • Davon wünschen sich 48 Prozent der Befragten konkrete Angebote (Preise) für den ursprünglichen Wunsch bzw. das Anliegen. Jeder Dritte (31 Prozent) wünscht sich eine fundierte Analyse (Bedarfsanalyse) der persönlichen Finanzsituation. Von dieser Gruppe wünscht sich fast jeder eine konkrete Empfehlung (als Beratungsergebnis) – im Zweifel mit Bedarfen und Preisindikationen.
  • Mehr als ein Drittel (37%) der deutschen Filialkunden möchte, dass ein Beratungsgespräch nicht länger als 30 Minuten dauert.
  • Nur 5 Prozent gaben an, dass sie keine Beratung für ihre Finanz-bzw. Geldangelegenheiten benötigen.
  • Lediglich 6 Prozent gaben an, dass sie sich wünschen, dass künftig alles online möglich ist und sie keine Filialen mehr brauchen.
  • Mehr als ein Drittel (35%) der Deutschen kann sich vorstellen, künftig Beratungsgespräche auch online wahrzunehmen.

Diese Kundenfeedbacks bestätigen die Ausrichtung von FinGOAL!, bei der es sowohl darum geht, eine hochwertige und fundierte Bedarfsanalyse zu erstellen, als auch gleichzeitig hierfür einen effizienten Weg einzuschlagen, der den Privatkunden in maximal 60 Minuten einen umfassenden Finanzüberblick beschert.

Darüber hinaus bleiben der Glaube und die Überzeugung an ein persönliches Expertengespräch, welches aber künftig immer öfter als Online-Beratung stattfinden kann und wird. Auch hierfür kann FinGOAL! wertvolle Dienste leisten.

Link zur QIDF-Kundenstudie 2019

 

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BANKINGNEWS vom 28.01.2019 – Selbstverständnis von guter Finanzberatung – Interview mit Markus Gauder, Geschäftsführer der FinGOAL GmbH

Auszug aus dem Interview mit Markus Gauder, Geschäftsführer der FinGOAL! GmbH, u.a. zum Selbstverständnis von guter Finanzberatung (Quelle: BANKINGNEWS Nr. 270 vom 28.01.2019)

Sie haben im Jahr 2017 das Fintech FinGOAL! gegründet – was hat es damit auf sich?

Antwort: Qualitätsanalysen können nur prozessunterstützt erfolgen. FinGOAL! bildet diesen Prozess digital ab und unterstützt den Berater in der gesamten Standardisierungskette. Wir erleben immer wieder, dass Berater, die mit den Standardprozessen der Rechenzentren nicht zufrieden sind, auf papierhafte Prozesse zurückgreifen. Das ist alles andere als effizient. Sie erfassen Vertriebserfolge und Kundentermine in verschiedenen Systemen und Subsystemen und bilden die Customer Journey des Kunden so häufig mit zehn unterschiedlichen Prozessen ab. Unser Ziel war es, alles in einem Frontend mit Schnittstellen zu allen Systemen zu vereinen – als „Sales-Cockpit“.

Wir haben einen beraterzentrierten Ansatz, mit dem wir die Alltagsprobleme der Berater beseitigen möchten. Nur wenn das gelingt, spürt auch der Endkunde eine Verbesserung.

Das vollständige Interview stellen wir Ihnen gern zur Verfügung.
Bankingnews 270 – Interview mit Kai Fürderer und Markus Gauder

Sie finden das Interview auch auf BankingClub.de

Fotoquelle: Shutterstock – violet Kaipa ID110678570


„Auch der digitale Kunde stößt bei Finanzthemen an seine Grenzen“, Interview mit Markus Gauder, Geschäftsführer der FinGOAL! GmbH

„Auch der digitale Kunde stößt bei Finanzthemen an seine Grenzen“, Interview mit Markus Gauder, Geschäftsführer der FinGOAL! GmbH

Redaktion (RD): Herr Gauder, inwiefern nutzen Sie in dem Prozessdesign für Banken und Sparkassen das Regelwerk der DIN-Norm (DIN 77230)?

Markus Gauder (MG): Uns geht es im ersten Schritt um einen effizienten Prozess, der dem Berater und dem Kunden ein neues Erlebnis verschafft – u.a. gemessen an dem Gesprächsergebnis in einem zuvor abgestimmten Zeitrahmen. Um das zu erreichen, braucht es Berechnungsgrundlagen bzw. Regeln, welcher Kunde welches Thema (und warum) vorgestellt bekommt und wie sich bspw. eine Lücke berechnet. Hierbei kann uns das DIN-Regelwerk wertvolle Dienste leisten.

RD: Inwiefern?

MG: In der Form, dass es unser Ziel ist, den bisherigen Beratungsprozess digital abzubilden und wir hierfür sehr gern die bisherigen Regelwerke übernehmen, die dem Vertrieb auch bekannt sind. Aber bei vielen Fragen – wie bspw. „Wie berechnen wir den richtigen Sollwert bzw. die Lücke bei Arbeitsunfähigkeit oder Pflege?“ – gibt es keine einheitliche bzw. etablierte Logik, sodass wir in den Fällen immer auf das DIN-Regelwerk verweisen. So nach dem Motto: „Wenn wir keine bessere Logik bzw. Regeln haben, nutzen wir diese.“.

Es gibt aber auch Banken, die sich im Jahr 2019 bewusst an der DIN 77230 orientieren möchten und deshalb auch gern neue Wege gehen. Auch diese Banken sind bei uns richtig. Wir bieten beides an – im Selbstverständnis eines kundenorientieren Dienstleisters.

RD: Wenn diese Prozesse von der Dateneingabe bis zur Finanzanalyse umgesetzt sind, könnten die Kunden sich doch auch gleich selbst beraten – als Art „Robo-Tool“ für die ganzheitliche Analyse?

MG: Das ist in der Tat so und deshalb entwickeln wir auch für zahlreiche Finanzdienstleister solche „Selbstberatungsstrecken“. Aber wir glauben daran, dass die nächsten Jahre maximal 10% der Kunden dies auch fallabschließend tun werden. Vor dem Hintergrund dient unser „FinGOAL! TO GO“ eher der Zuarbeit der Kunden (in einem Onlineprozess) im Vorfeld eines Beratungstermins. Das liegt daran, dass digitalaffine Kunden nicht zwingend finanzaffine Kunden sind, die sich – nach eigenem Dafürhalten – gut auskennen und gerne bzw. mit gutem Gefühl selbst entscheiden. Das ist wohl eher die Minderheit, auf die das zutrifft. Das liegt u.a. auch daran, dass die Themen rund um „Zahlungsverkehr“, „Absicherung“ und „Altersvorsorge“ (sowohl bei der Bedarfsermittlung als auch bzgl. der Produktlösungen) komplex sind und somit erklärungsbedürftig. Das ist eine gute Nachricht für alle Banken, die sich heute und morgen als Finanzexperten verstehen und diesen interessierten Kunden qualifizierte bzw. auch motivierte Mitarbeiter an die Seite stellen.

RD: Wie schätzen Sie die Quote der Banken ein, die sich komplett an der DIN 77230 orientieren?

MG: Das ist schwer vorherzusagen. Aktuell glaube ich eher an die Minderheit, die sich dieser Komplexität stellen wird. Die DIN hat in der finalen Version eine große Themenvielfalt gepaart mit komplexen Berechnungsregeln, die darüber hinaus auch die Handschrift der Versicherer trägt. Dabei sehen wir regelmäßig die Gefahr, dass wir die „normalen Privatkunden“ vollversichert in die Altersarmut schicken. Und deshalb sind wir auch offen, diese Komplexität zu reduzieren.

RD: Heißt konkret?

MG: Wir beobachten diese Entwicklung sehr genau und sind – auch wenn wir im Ausschuss mit von der Partie waren – kritischer Beobachter, der den Anspruch hat, einen pragmatischen und flächendeckenden Ansatz zu etablieren. Deshalb könnten wir uns durchaus vorstellen, dass wir künftig über einen eigenen Unternehmensstandard auf Basis der DIN 77230 nachdenken. Ein guter Prozess ist immer der, der eine hohe Akzeptanz hat, sonst kann man auch nicht von einem Branchenstandard sprechen. Dazu kommt, dass der Markt am Ende immer Recht hat – das gilt für Kunden und Finanzdienstleister gleichermaßen.

RD: Vielen Dank für das Gespräch.

 

Lesen Sie dazu auch unseren Beitrag „Prozessdesign 2.0“:

Und auch:

Interview mit Kai Fürderer und Markus Gauder zum Thema „DIN-Standard“ für Finanzdienstleister

 

Fotoquelle: FinGOAL GmbH


Prozessdesign 2.0: Wie muss ein effizienter und erfolgreicher Beratungsprozess in einer Filial- bzw. Regionalbank aussehen?

Ziel: einen Prozess zu entwickeln bzw. zu realisieren, den Berater und Kunden gleichermaßen akzeptieren und nutzen.

Wie kann man einen Beratungsprozess für „Höchste Beratungsqualität“ aus Sicht der Kunden konzipieren?

Es gibt aus unserer Sicht drei ausschlaggebende Aspekte, um Beratungsqualität für die Endkunden erlebbar zu machen:

Aspekt 1: Beratermotivation und persönliche Genialität: Abhängig von dem einzelnen Berater werden für den Kunden i.d.R. gute Gespräche erlebbar. Voraussetzung hierfür ist die persönliche Motivation und Empathie eines jeden Beraters. Dies ist für die Finanzdienstleister ein sehr gutes „Pfund“, wenngleich nur mit sehr hohem Aufwand im Zeitablauf beeinflussbar – bei gleichzeitig hohem Vertrauen in den Fortbestand der „persönlichen Genialität“ und der Schwierigkeit, dass Prozessveränderungen (bspw. neue Produkte oder Tools) nur sehr schwer in der Praxis umzusetzen sind.

Aspekt 2: Standards und Qualitätsversprechen in Ergänzung zu einem Führungsverständnis: Definierte „Hygienefaktoren“ rund um das Kundengespräch für eine bessere „Wohlfühlatmosphäre“ und Führungskräfte, die täglich darauf achten und die Einhaltung bzw. Nicht-Einhaltung beobachten und laufend aktiv eingreifen bzw. loben und tadeln (im Rahmen eins Coachings). Dies ist mit mittlerem Aufwand beeinflussbar; ist aber der richtige Schritt in Richtung „Drehbuch“ bzw. „Prozessdefinition“ bzw. „Führungsdrehbuch“ und „Führungsverständnis“. Sehr oft sind aber diese Standards zu kurz gesprungen und richten bei überschaubarem Aufwand zu wenig den Fokus auf den „Kundenmehrwert“ bzw. auf die Ertragssteigerung aus kundenzentrierten Abschlussprozessen – als Ergebnis auf Basis eines Qualitätsversprechens. Meist sind das reine Wohlfühl-Standards, die wichtig sind, aber den Vertriebsprozess außer Acht lassen. Nur gute Stimmung ist im Zweifel in einer schnelllebigen Zeit zu wenig bzw. auch für die Beratermannschaft zu wenig konkret, um damit arbeiten bzw. erfolgreich sein zu können.

Aspekt 3: Digitale Prozesse: Dies sind ganz konkrete Prozesse, die über die Analysephase (mit Datenaufnahme und Ergebnispräsentation) hinaus auch die Empfehlungen regeln, damit Kunden in der gleichen Lebenssituation auch die gleichen Lösungen vorgeschlagen bekommen, die zu ihrem individuellen Bedarf passen.

Hierfür ist die DIN 77230 (als erste Finanznorm für die Privatkundenberatung) sehr wertvoll, weil man sich daraus bedienen kann, wenn es um die Fragen geht „Welche Themen nimmt man auf?“, „Welche Prioritäten sollen hinterlegt werden?“ und „Welche Bedarfe bzw. Lücken gilt es in Euro – je Kundensituation – zu schließen?“ bzw. „Was ist die richtige Absicherungshöhe bzw. Rentenlücke?“.

Wenn ein solcher Prozess definiert ist, der neben der objektiven Bedarfsanalyse auch die Kundenwünsche berücksichtigt, steht einem einheitlichen Kundenerlebnis nichts mehr im Wege.

In solchen Fällen ist der Aufwand der Bank, um auf die Qualität Einfluss zu nehmen, sehr gering, was für „End-to-End-Prozesse“ spricht. Und nur mit solchen Prozessdesigns ist es denkbar, dass künftig einzelne Prozesse und Prozessschritte mit dem Kunden arbeitsteilig umgesetzt werden (bspw. im Rahmen einer Baufinanzierung bzw. einer Baufinanzierungsberatung).

Haben auch Sie Interesse an den Einsatzmöglichkeiten von „FinGOAL! und/oder „FinGOAL“ TO GO“? Sprechen Sie uns gern an!

 

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Sparer aufgepasst! Selbst für die Finanzberatung gibt es von 2019 an eine DIN-Norm

Sparer aufgepasst! Selbst für die Finanzberatung gibt es von 2019 an eine DIN-Norm. Die hilft Kunden durchaus weiter, etwa bei der Analyse ihrer Finanzen inkl. Einnahmen und Ausgaben – garantiert aber keine gute Beratung.

ABER eine umfassende Bedarfsanalyse ist die wesentliche Grundlage für eine anschließende EXZELLENTE BERATUNG! Deshalb fokussieren wir uns in unseren Projekten auch immer mehr auf die „Abschlussstrecken“ – sowohl aus Sicht der Kunden als auch der Berater!
#QIDF #FinGOAL! #DIN77230

„Nur wenn wir erkannte Probleme auch lösen, haben wir einen Mehrwert geschaffen und behalten unsere Daseinsberechtigung“, ist unsere Überzeugung!

Eine aktuelle Blutbildanalyse macht noch keinen guten Arzt – aber ein guter Arzt kann nur mit einer umfassenden und vollständigen Blutbildanalyse treffsichere Diagnosen stellen und mit dem Patienten die Behandlung abstimmen. Das ist die immer wieder bemühte Analogie, in der sehr viel Wahrheit steckt.

Deshalb braucht es eine vollständige Finanzanalyse als Grundlage für eine Entscheidungsfindung. Auf Basis dessen muss dann im Gespräch gemeinsam – vor dem Hintergrund von Zielen und Wünschen, der monatlichen Sparfähigkeit und der Affinität des Kunden – eine Entscheidung getroffen werden, welches Thema Priorität haben bzw. mit welchem Produkt die Lücke geschlossen werden soll.

Wir glauben weiterhin an den Mehrwert von einem „persönlichen Dialog“, da die wesentlichen Finanzthemen von Privatkunden niemals Top-Seller in einer App werden – vor allem die Themen: Einkommensabsicherung und Altersvorsorge sind in Teilen so erklärungsbedürftig (alleine schon die Erläuterung des Bedarfs – unabhängig von den folgenden Produkten), dass eine Beratung heute und morgen sinnvoll sein muss. Aber sie muss immer mehr zwei Kriterien erfüllen: 1. in 60 Minuten muss ein Ergebnis erzielt werden (aus Sicht des Kunden) und 2. die Analyse der relevanten Themen muss objektiven Kriterien genügen und dem Prädikat „Ausgezeichnete Finanzanalyse“ genügen.

Und genau das ist unser Fokus bei „FinGOAL!“ -wir wollen in kurzer Zeit höchste Qualität erlebbar machen. Dafür haben wir einen praxiserprobten Beratungsprozess gebaut, der seinesgleichen sucht.

Interesse? Sprechen Sie uns gern an!

Mehr Informationen zu dem aktuellen Beitrag finden Sie auf „WiWo.de“:

 

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Studie – FinTechs kooperieren zunehmend untereinander

Dass die deutsche Finanzindustrie auf die Zusammenarbeit mit Fintech-Unternehmen setzt, ist hinreichend bekannt. Eine genaue Analyse dieser Kooperationen hat nun die Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft Pricewaterhouse Coopers (PwC) mit dem „FinTech-Kooperationsradar“ vorgelegt. Demnach sind deutsche Banken insgesamt 562 Kooperationen mit Fintechs eingegangen und haben damit die Nase gegenüber Versicherern klar vorn, die auf insgesamt 294 Kooperationen kommen. Insgesamt kamen bislang also über 850 Partnerschaften zwischen alter und neuer Finanzindustrie zustande.

Ein weiteres Ergebnis der Studie: Deutsche FinTech-Unternehmen kooperieren nicht nur immer häufiger mit Banken und Versicherern, sondern schließen zunehmend auch Bündnisse untereinander. Laut Studie gibt es insgesamt 219 solcher Kooperationen, allein 2017 kamen mehr als 91 neue zustande. „Für die traditionelle Finanzindustrie ist das ein alarmierender Trend“, kommentiert Sascha Demgensky, Leader FinTech bei PwC in Deutschland, die Studienergebnisse. Seine Begründung: „Wenn aus den FinTech-Netzwerken eigene Komplettangebote entstehen, dann werden die Start-Ups auf mittlere Sicht doch noch zu einer Gefahr für die angestammten Banken und Versicherer.“

FinTechs kooperieren auch außerhalb der Finanzwirtschaft

Die Studie veranschaulicht außerdem eine weitere Entwicklung: So kooperieren FinTechs nicht nur mit reinen FinTechs, sondern vielfach auch mit Unternehmen, die entweder artverwandte Dienstleistungen anbieten oder Produkte im Portfolio haben, die Bankdienstleistungen benötigen – etwa Finanzierungen. Bei 92 dieser Kooperationen haben sich Finanz-Start-Ups mit Medienunternehmen zusammengetan. In 86 Prozent dieser Fälle handelt es sich um eine finanzielle Beteiligung der Medienfirmen an den Start-Ups. Demsky weiter: „Die FinTech-Netzwerke werden in letzter Konsequenz immer komplexer. Gelingt es den Start-Ups, diese Komplexität zu managen, könnten die den etablierten Finanzdienstleistern in den nächsten Jahren doch noch ernsthafte Konkurrenz machen.“ Er geht zudem davon aus, dass sich die Frontlinien zwischen alter und neuer Finanzwelt immer mehr verwischen werden.

Banken kooperieren häufiger, Assekuranz schaut auch ins Ausland

Die Art der Zusammenarbeit etablierter Finanzunternehmen gestaltet sich laut Studie unterschiedlich: So arbeiten deutsche Banken zwar viel häufiger mit FinTechs zusammen als Versicherer. Allerdings legen die großen Assekuranzkonzerne laut PwC bei ihren Kooperationen eine größere finanzielle Risikofreude an den Tag und gehen deutlich mehr internationale Bündnisse als die Banken ein: So kommt bei den Versicherern in 59 Prozent der Fälle einer der beiden Kooperationspartner aus dem Ausland, während deutsche Banken in 84 Prozent der Fälle mit deutschen FinTechs zusammenarbeiten. Hinzu kommt, dass Versicherer seit 2012 mittlerweile 32 Kooperationen mit Tech-Anbietern eingingen ist, die nicht mehr der FinTech-Branche zuzuordnen sind. Bei den Banken gibt es 24 solcher Kooperationen.

Schwerpunkt liegt auf B2B-Kooperationen

Als weiteren Unterschied zwischen beiden Unternehmensgruppen nennt PwC die Art der FinTechs: So arbeiten 78 Prozent der Banken bevorzugt mit B2B-FinTechs zusammen, die keinen direkten Zugang zum Kunden haben, sondern ihre Stärke darin sehen, Banken bei der Digitalisierung ihrer Prozesse zu unterstützen. Bei den Kooperationspartnern der Versicherer handelt es sich in 57 Prozent der Fälle um solche B2B-FinTechs. Den Schwerpunkt legen sowohl Banken als auch Versicherer auf operative Kooperationen, die 66 Prozent aller Partnerschaften ausmachen.

Auch das zur QIDF-Unternehmensgruppe gehörende FinTech FinGOAL! hat es sich zum Ziel gesetzt, Banken und Sparkassen im operativen Geschäft zu unterstützen. So ist das gleichnamige Tool so konzipiert, dass die Mitarbeiter nicht nur entsprechend des neuen DIN-Standards 77230 „Basisanalyse für Privathaushalte“ beraten, sondern auch die mit der Beratung einhergehenden Abläufe optimiert werden.

 

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